Sonic Seducer November 2014 über Deathtiny:

Gitarrist Dennis bezeichnet den Weg zu diesem Album als kraftraubend. Jahre gingen ins Land, bis man im eigenen Studio und externen Aufnahmeräumen alles unter Dach und Fach hatte. Durchhaltewillen haben die fünf Süddeutschen definitiv. Auch wirkt „In Creeps Clothing“ nicht wie akustisches Stückwerk. Natürlich klingt die Produktion nicht ganz so fett wie bei den Großen des düsteren Schwermetalls. Sobald Deathtiny Gas geben, kracht es aber sehr ansprechend. Wenn „Deceiver“ nach zweieinhalb Minuten sein Monsterriff von der Leine lässt oder „Heaven & Lies“ hymnisch durch die Nacht jagt, setzt zustimmendes, rhythmisches Kopfnicken ein. Das Konzept, Sängerin Julia Mann nicht durch lichte Elfenwälder schweben zu lassen, sondern sie mit aggressiver Instrumentalarbeit in den finsteren Tann zu begleiten, wo Todesblei lagert und Schwarzwurzeln sprießen, funktioniert – erst recht wenn Männergrunzen hinzukommt und einen Hauch der guten alten Beauty-and-the-Beast-Tradition verbreitet. Julias Stimme kann vom Ausdruck her nicht immer mit der Dynamik der Songs mithalten. Ihr Gesang wirkt streckenweise noch recht brav. Dafür ist ihre Intonation gut. Alles in allem schafft dieses Album ein sehr solides Fundament für weitere musikalische Aktivitäten. (Christoph Kutzer, Sonic Seducer)