powermetal März 2015 über Hydra:

Ein Album, das Genre-Freunden gefallen dürfte!

Hach ja. HYRDA ist genau das, was einer, der melodischen Symphonic Metal mit Sopran-Frauengesang mag, sofort in sein Herz schliessen wird. HYDRA bietet nämlich sämtlichen Schnickschnack, der da einfach dazu gehört. Jede Menge Synthies und Orchestrierung, wohlig-kitschige Melodien, leicht mitsingbare Power-Refrains, an den Kanten geschliffene und funkelnd glänzende Produktion und natürlich vollweibliche Frauenpower in Form von Rothaar Lisa.

Hach ja. Und jeder der das nicht mag, wird hier ein neues Vorzeige-Feindbild finden. Der darf sich dann die HYDRA-Bandfotos neben die BEYOND THE BLACK-Bandfotos hängen und SLAYER hörend so lange mit Dart-Pfeilen drauf werfen, bis genug Metall drin stecken bleibt, dass sie aufgrund der Schwere herunterfallen.

Ich zähle jedoch zur ersten Fraktion, oute mich jetzt als neuer Fan der Regensburger Newcomer und finde Hymnen wie 'Towards Copper Shores' oder 'Ad Infinitum' mindestens so gut wie Sex auf Kraut. Ähem, ich weiss, das schreibt man natürlich anders, aber der Oberpfälzer wird schon wissen, was ich meine, auch wenn der zart-balladeske 'Lone Wolf' da auch an das erste denken könnte.

Doch keine Angst, die Musik von HYDRA ist nicht schlüpfrig, genauso wenig wie sie innovativ oder auf andere Arten musikalisch richtungsweisend ist. Ganz sicher jedoch ist "Malachite Skies" eine schöne Alternative zur neuen NIGHTWISH, ein reinrassiges Genre-Album zwar, aber dafür absolut kompetent und zeitgemäß eingespielt und aufgenommen. Dazu versprüht es noch die Unbekümmertheit eines Newcomers und sogar etwas Underground-Flair. Denn nicht jeder hat das Glück, von Wacken-Bossen entdeckt zu werden. HYDRA muss so nach oben kommen. Also, liebe Sympho-Mädels-Freunde, helft dieser oberpfälzischen vielköpfigen Schlange! Ich bin mal nett und verfüttere acht Mäuse.

Note:
8.00
Redakteur:
Thomas Becker