Pixelreisen Dezember 2016 über Hydra:

CD-Preview: HYDRA – Solar Empire
27. Dezember 2016 von Selina Dreher
So vielseitig wie das griechische Monster mit den vielen Schlangenköpfen, präsentiert sich die Symphonic-Metal Band HYDRA aus Regensburg mit ihrem neuen Album Solar Empire.
Nach ihrem Erstlingswerk Malachite Skies veröffentlicht die Band am 30.12.2016 nun den Nachfolger Solar Empire, welches das erste Konzeptalbum der Band ist. Neben abwechslungsreichem Gesang von Lisa gibt es auch dieses Mal bekannte Gastsänger zu hören. Es gastieren Zuberoa Aznarez (Diabulus in Musica), Henning Basse (Firewind) sowie die Rocksängerin Jule Dahs aus Köln., so die Info vom Label STF-Records.
Die Tracks: Das Konzeptalbum beinhaltet 11 Tracks die von einer tragischen Liebesgeschichte berichten. Diese trägt den Titel Solar Empire – Scent of the Wolves. Der erste Track Scarlet occident wird mit einer orientalisch klingenden Melodie eingeleitet. Sofort fällt die klare Stimme von Sängerin Lisa auf. Unterstützt wird sie in diversen Passagen vom Chor LAURENTIUS SINGERS begleitet. Lisa besingt im Song die schimmernden goldenen Dächer einer Stadt, die weit entfernt scheint. Between two worlds wartet mit einem härteren Sound und Pfeifen auf. Man fühlt sich in eine Schlacht einer fernen Zeit versetzt. We run between worlds to be free. Leben die beiden sich Liebenden in zwei unterschiedlichen Welten? Memorial klingt tragisch. Im Song wird die Sehnsucht nach Heil besungen. Das Klavier lässt den Song traurig wirken. Genieß den Moment, bevor wir uns trennen müssen., so die Aussage des Songs. Bei Witness of arbitrament kommt Verstärkung von Jule Dahs. Dudelsäcke erklingen im Song. Der Song hat einen guten Drive und die Stimmen der Sängerinnen harmonieren perfekt. Der Wechsel zwischen cleanem Gesang und growlen kommt unerwartet. Die Melodie ist sehr eingängig. Ein Song um in eine Schlacht zu ziehen. Towards the end wir diesmal von Streichern begleitet. Auch hier wird wieder zwischen cleanem Gesang und growlen abgewechselt. Unsere Geschichte neigt sich langsam dem Ende zu. Endet nun die tragische Liebesgeschichte? Nein. Denn es folgen noch sechs weitere Tracks. Crystalline cage ist ein ruhiges Stück, begleitet von einem Orchester. Es klingt als singt Lisa nur für sich selbst. Sie träumt sich in die Zeit zurück als sie noch frei war. Sie lebt in einem Käfig aus Kristall und weint vor sich hin. Bei Days of thunder fühlt man sich zunächst auf eine grüne Wiese im Sommer versetzt. Ein Bach rauscht leise und Vögel singen. Diese werden aber von hartem Gitarrensound abgelöst. Hat die Heldin der Geschichte nun einen Platz gefunden um zu verweilen? Bei Assassins scent singen Stimmen aus alter Zeit und eine Kriegerin folgt den Spuren am Boden. Der Gesang des Chores lässt den Song erhaben wirken. Der Klang der Harfe und der Streicher tun ihr Übriges. Wie der Track Horns of erakor schon erahnen lässt, erklingen mächtige Hörner. Nun fragt sich, was sie uns verkünden wollen. Der Sound des Songs wirkt zunächst recht bedrohlich, schwenkt dann aber in eine Pianostück um bei dem Lisa lieblich sing. Unterstützung erhält Lisa bei diesem Song von Henning BasseI. Dieser sing mit voller Leidenschaft. Ist er der Bösewicht in diesem Stück? Denn er singt: Ich verfolge dich zwischen zwei Welten. Bei Doomed sind die Liebenden wohl verflucht worden. Der Gesang wechselt auch hier wieder zwischen clean und growlen. Der Song birgt eine gewisse Tragik, die auch in Lisas Stimme zu hören ist. Hier werden die klassichen Metal-Sounds durch Streicher wieder ergänzt. Den Abschluss des Albums bildet The last swan. Hier wirkt Zuberoa Aznarez mit. Eine feine Klaviermelodie wird Gitarrenriffs und dem Orchester abgelöst. Auch hier fügt sich der Chor wieder perfekt in das Ensemble ein. Auch hier wird das Thema Zwischen zwei Welten aufgegriffen. Es wirkt, als würde hier noch einmal das gesamte Album zusammengefasst.
Anspieltipps: Witness of arbitrament bleibt recht schnell im Kopf hängen und zeigt die Vielseitigkeit von HYDRA. Days of thunder überrascht mit seinem unvorhersehbaren Wechsel des Sounds. Für die, die es ruhiger mögen empfehle ich Crystalline cage.
Fazit: HYDRA präsentieren sich mit verschiedenen Sounds in den Tracks, welche jedoch gut miteinander harmonieren. Der Gesang ist abwechslungsreich gehalten und die Texte wurden durch die Sounds in die passende Stimmung verpackt. Das Album ist auf jeden Fall empfehlenswert für Fans von Symphonic-Metal und darf in der Sammlung nicht fehlen!