hmbreakdown Januar 2017 über Hydra:

Die Regensburger Symphonic Metalband HYDRA wurde 2013 von Gitarrist Chris Diefenbach und Sängerin Lisa Rieger geründet. Chris Diefenbach ist kein unbeschriebenes Blatt, denn er tourte schon 2011 mit der Band BURDEN durch die Lande und Lisa war in der Symphonic Metalband TERRETEYA und anderen Projekten tätig. Die Songs auf ihrem Debutalbum Malachite Skies, welches im Jahre 2015 veröffentlicht wurde, welches soundmäßig sehr vielseitig ausgefallen ist. Nun gibt es ein neues Album der Band und ich bin schon gespannt was mich bei Solar Empires erwartet.
Auf dem neuen Album sind 11 Songs vertreten und schon beim Opener Scarlet Occident bekommt man direkt die Richtung wo es langgeht – nämlich metalisch mit einem hohen theatralischen Symphonic-Touch. Was mir aber direkt auffiel war die Tatsache, dass die Gitarren sehr in den Hintergrund gedrängt wurden und deswegen ein wenig die Power im Verlauf des Songs verloren geht. Dieser rote Faden zieht sich leider durch das ganze Album, schade, denn die Kompositionen sind wirklich stark. Hymnenmäßig und opulent kommt der nächste Song Between Two Worlds daher. Aufgelockert wird er mit einem leichten Flötenspiel. Nach der zu Herz gehenden Ballade Memorial folgt der lockere Song Witness of Arbitrament. Dieser Song beinhaltet weniger symphonische Elemente, aber er kann durch die verschiedenen Interpretationen im Gesang voll punkten. Besonders mächtig klingt der Song Towards The End, der vor allem durch seine Verspieltheit punkten kann. Zudem wurde er perfekt komponiert. Auch in diesem Song hört man wieder als Kontrast die Growls, die auch diesen Song zu etwas besonderem machen.
Nach der ebenfalls sehr verspielten Ballade Crystalline Cage folgt dann mit Days of Thunder mein persönliches Highlight auf dem Album. Bei diesem Song zeigt sich Lisa Rieger sehr wandlungsfähig und singt nicht nur in den höheren Stimmlagen. Perfekter Song, der auch wieder nicht so symphonisch ausgelegt ist. Nach einem besinnlichen Start entwickelt sich der Song Assassins Scent zu einem weiteren Highlight auf dem Album. Der teils krachende und teils ruhige Song trifft mitten ins Herz. Sehr symphonisch, pathetisch und originell klingt das nächste Stück Horns of EraKor. In den gut 7 Minuten erlebt man das Wechselbad der Gefühle, aber ich vermisse ein wenig die Gitarren bei diesem Song. Vom Songwriting her ein absoluter Oberhammer. Das nächste Lied Doomed ist wieder ganz anders gestrickt. Nicht so bombastisch geht es direkt ins Ohr und verfügt über eine imposante Gesangsleistung, sei es bei Lisas Gesang als auch bei den Growls. Mit The Last Swan, einem epischen Song erhielten HYDRA noch Hilfe von der spanischen Mezzosopranistin Zuberoa Aznarez, welche bei DIABOLUS IN MUSICA tätig ist. Der Song bildet den perfekten Abschluss eines außergewöhnlichen Albums.
Mit diesem Album, der sich durch einen satten Sound auszeichnet, hinterlassen HYDRA in jedem Fall ihre Spuren in der Symphonicmetal-Szene. Ihre Songs sind von einem Exzellentem Songwriting und zeugen von Kreativität. Der Ohrwurmcharakter stellt sich auch nach einigen Durchläufen eine und die facettenreiche Stimme von Lisa Rieger spricht für sich. Mit diesem Album gehen sie in keinem Fall in ihrem Genre unter, denn sie ziehen alle Register des Könnens.