wltu-music Oktober 2016 über Broken Key:

Das erste, was mir auffiel war, dass Sänger René bestimmt die ein oder andere HATEBREED-Scheibe im Regal stehen hat, sein Stil erinnert jedenfalls an Jamey Jasta. Den Stil bezeichnet das Label als Groovemetal, ich würde beinahe Hardcore mit New School-Elementen dazu sagen, seis drum. Wir sind uns einig, dass sich das ein oder andere Metal-Lick eingeschlichen hat und es groovt. Was positiv auffällt, ist die Produktion und die twin guitars bei Runaway sind schön HEAVEN SHALL BURN-lastig, während die Bridge IN FLAMES anklingen lässt. Leider stinkt der Refrain formal etwas ab, inhaltlich gibt es nichts gegen Weltveränderung und Anpacken zu vermelden. Das Digipak-Artwork ist gelungen zeigt Zeichnungen der Musiker. Der Titletrack ist ja auch immer so ein Indikator, was bei einer Band geht, also sollte man auch Face in the dust mal näher beleuchten. Das Lied ist ein angenehm langsamer Brecher, beinahe schon surreal schleppend für unsere hektische Zeit, aber gut. Textlich ist zwar mit All the fucking sluts ein misogyner Totalausfall dabei, aber der Rest des Albums kann sich hören lassen; wobei bei den Texten schon noch generell Luft nach oben ist. Kurzum, ein ziemlich gelungener Full-Length-Einstand. ThEb (6,5)