mfg-radio Juli 2016 über Envinya:

Tommy2Rock meint: Wenn man Female Fronted Metal Band liest, werden viele erst einmal denken Wie, noch eine?. Das es seit Jahren einen Boom in dem Bereich gibt, kann man nicht abstreiten und so startet man mit der Frage, kann Envinya sich aus der Masse dieser Bands abheben? Die Antwort ist eindeutig, denn auf The Harvester zeigen Envinya, dass sie sich nicht nur auf Metal beschränken, sondern viele Einflüsse auf ihre Musik wirken lassen. Die Stimme von Sängerin Mery Diaz Serrano ist ebenfalls sehr vielseitig und braucht die Konkurrenz nicht fürchten.

Neben der Stimme beherrschen harte Gitarrenriffs den Sound, die oft im klassischen Metal Bereich angesiedelt sind. Durch den Kontrast, den dieser harte Sound im Vergleich zu Mery Diaz Serranos Stimme bietet, wird die Klangbreite noch vielseitiger. Thomas Krauer untermalt dieses Klangbild noch an einigen Stellen, durch seinen harten Gesang, der als Konterpart ebenfalls für Abwechslung sorgt.

Mein Fazit: Envinya erschaffen den Female Fronted Metal nicht neu, bringen aber viele eigene Ideen ein und heben sich so aus der Masse ab. Fans dieses Genres werden sofort gefallen finden und selbst wenn man bisher nicht viel damit anfangen konnte, sollte man sich The Harvester anhören und sich von den Stärken der Band überzeugen. Hier und da gab es einige Stellen, die vom Mastering her vielleicht etwas mehr Feinschliff gebraucht hätten, aber das ist Jammern auf höchstem Niveau, lässt aber für folgende Alben noch Luft nach oben, was den Blick auf die Entwicklung der Band natürlich spannend hält.

Genre Fans kann ich das Album bedenkenlos empfehlen und allen Anderen bietet sich ja unter anderem in unseren Sendungen die Möglichkeit, sich von Envinya zu überzeugen. Anspiel Tipps sind von mir Bewitched, Nightdweller und Valiant, durch die man sehr gut einen Eindruck vom Klang und der Vielseitigkeit von Envinya bekommt.

Adgarios meint: Mit dem Album The Harvester spielen sich Envinya in meine Metal Mania. Femal Fronted Metal, wie er sein soll und Spaß macht. Wie schon von Tommy erwähnt, gibt es hier keine Neuerfindung des Genres, aber eine gute Umsetzung der eigenen Ideen mit den Gesetzen des Metals. Die weitere Entwicklung der Band ist auf jedenfall zu beobachten, denn da erwartet uns großes. Für ein 5-Sterne Album reicht es leider nicht ganz, denn wie schon erwähnt wurde, könnte der Finale Mix etwas besser ausfallen. Wenn sich die Münchner Band so weiter entwickelt, wird sie schon bald auf den ganz großen Brettern der Welt stehen und uns mit ihrem Metal verzaubern.