rock-garage-magazine Juli 2016 über Envinya:

Die Heavy/Melodic Metaller von ENVINYA haben uns lange nach ihrem Debütalbum Inner Silence auf ein neues Lebenszeichen warten lassen, nun steht aber das zweite Album The Harvester in den Startlöchern mit einigen geänderten Vorzeichen.
Zum Einen gibt es eine neue Frontfrau, Mery Diaz Serrano ersetzt Natalie Pereira dos Santos, man ist auch nicht mehr bei Massacre Records sondern bei STF Records unter Vertrag und die musikalische Ausrichtung hat sich ein wenig verschoben, denn man wildert jetzt auch immer mal wieder in härteren Gefilden.
Einiges neu also im Hause ENVINYA, mal schauen wie sich das Ganze nun auswirkt. Mit dem Albumopener Prelude können wir noch nicht so viel entdecken, da das gute Stück nur ein Intro ist. Als ersten richtigen Track folgt dann Bewitched. Und diese Nummer ist wirklich sehr speziell! Ein sehr abwechslungsreicher Aufbau und ein Chorus der irgendwie gar kein richtiger Chorus ist, aber trotzdem irgendwie hängen bleibt. Interessant damit könnte man diese ersten Song am Besten zusammenfassen.
Ach ja die neue Fronterin Mery hat eine schöne, vielseitige Stimme, die hier zwar noch nicht komplett glänzen kann, dafür ist die Nummer aber auch nicht gemacht, aber das kommt noch, versprochen!
Und dieses Versprechen kann ich dann direkt einlösen, denn das eher symphonische Nightdweller ist bestens gelungen und hier kann auch Mery richtig zeigen was sie drauf hat.
Der Titeltrack The Harvester ist dann wieder eher vom Schlage von Bewitched wobei hier noch etwas songdienlicher zu Werke gegangen wird und auch die Growls, die schon auf dem ersten Album vertreten waren, sind hier wieder mit an Bord. Alles in Allem ein würdiger Titeltrack der uns hier entgegenschallt.
Richtig stark kommt auch das anschließende Stormchaser aus den Boxen gekrochen, hört euch nur mal die schön oldschool klingenden Orgelklänge an, eine herrliche Nummer!
Nun kommen ein paar eher durchschnittlichere Songs und erst mit den beiden letzten Tracks The Tower & The Frog und Heads or Tails findet man auf den soliden Metalpfad wieder zurück. So ein bisschen geht dem Mädel und den Jungs also zum Ende hin die Luft aus.

Anspieltipps:

Dieses Mal gibt es hier von mir Nightdweller, The Harvester, Stormchaser und Heads or Tails für euch.

Fazit :

Auf jeden Fall sind ENVINYA mit ihrem neuen Album eins, anders! Man hat sich ganz klar im Vergleich zum Debütalbum in eine etwas modernere, abwechslungsreichere Schiene entwickelt. Vorbei sind die Tage wo eher noch ein paar Symphonic Elemente im Bandsound zu finden waren. Ich bin auf jeden Fall mit anderen Erwartungen an die Scheibe ran gegangen und auch nach mehrmaligen Hören gefällt mir das Debüt eindeutig besser.
Aber auch das ist wieder Geschmackssache und gut gemacht ist das Album definitiv! Es verdient auf jeden Fall Beachtung und den ein oder anderen Hördurchlauf bei Stil offene Metalohren.