time for metal August 2016 über Envinya:

Das geht ja mal los. Nach dem ruhigen Intro Prelude gnadenlose Gitarrenriffs, wuchtiges Schlagzeug und dann fängt Mary Diaz Sorrano an zu singen. Dazu gleich mehr in unserm kleinen Review zum neuen Werk The Harvester von Envinya. Der nun zweite Longplayer der 2006 gegründeten deutschen Melodic Rocker steht in den Läden. Die beiden Damen in der Band lassen anfangs vermuten, dass sich eine neue Female Fronted Band in Folk Metal-Gefilden bewegt. Aber es geht dann doch in Richtung von Nightwish und Within Temptation.
Dies wird deutlich in der metallischen Leistung der vier Herren und der das eine oder andere Mal growlende Gesang der männlichen Fraktion. Ab dem dritten Stück, Bewitched, in dem Mary Diaz Sorrano singt, fängt die Stimme allerdings an, etwas anstrengend zu werden. Zieht sich das so durch alle Songs? Zum Glück nicht. Auch mehrstimmiger Gesang und ab und an eine Herrenstimme machen es gut erträglich. Musikalisch verstehen sie ihr Handwerk. Die gute Gitarrenarbeit von Mike Gerstner und Thomas Knauer lässt auch Headbanger frohlocken. In The Tower And the Frog und in Harvester kommt das deutlich zur Geltung Die solide Rhythmusfraktion unterlegt die Songs mit einem stabilen Fundament und Monika Stobel setzt ihre Keyboards gezielt ein, um symphonische oder orchestrale Akzente zu setzen. Die vierzig Minuten verstreichen wie im Fluge, zudem könnt ihr die Platte, die vor gut einem Monat veröffentlicht wurde, schon über STF Records erwerben.
Envinya - The Harvester
Fazit: Meiner Meinung nach ein solides Album, welches im zweiten Drittel zwei/drei Songs hat, die etwas abfallen, zum Schluß aber nochmals ordentlich aufdreht. Die sehr gute Gittarrenarbeit lässt an vielen Stellen den Eindruck eines Heavy Metal-Albums erster Klasse zurück. Einzig der Gesangspart könnte auf Dauer zu anstrengend werden, aber da es Abwechslungen im Gesang gibt, ist dies nicht zu gravierend. Anhören und selbst entscheiden. Ich gebe aber trotzdem gute acht von zehn Punkten.