powermetal Dezember 2016 über Ironbite:

Solide Vorstellung.

Bandname, Cover und auch der Titel sprechen eine unmissverständliche Sprache und lassen keine Fragen aufkommen. Wenig verwunderlich also, dass es auf Blood & Thunder ausschließlich unverfälschten, urwüchsigen Heavy Metal zu vernehmen gibt. Dieser wird von IRONBITE auf durchaus solide Art vorgetragen und weiß sowohl durch einprägsame Refrains wie auch durch gediegene Soli zu gefallen. Zwar ist die Chose wie sie von diesem Quintett aus Sachsen-Anhalt dargeboten wird alles andere als neu, in jedem Fall aber erweist sich die Mucke als mitreißend und für schweißtreibende Konzerte geradezu optimal. Könnte durchaus intuitiv so angelegt worden sein, denn an Bühnen-Erfahrung mangelt es dem Fünfer längst nicht mehr.

Noch imposanter jedoch erscheint die Tatsache, welch unterschiedliche Formationen die Band unter ihrem früheren Banner STRANGERS (und dem auch bereits zwei Alben in Eigenregie in Umlauf gebracht wurden) begleiten durfte. Keine Frage, wer sowohl vor TANKARD, MAJESTY und MUSTASCH, aber auch vor RHINO BUCKET das Publikum anzuheizen versteht, muss über entsprechendes Material verfügen. Und so ist es auch, denn auch Blood & Thunder lässt diesbezüglich keine Wünsche offen. Der irgendwo in der Schnittmenge aus GRAVE DIGGER, RUNNING WILD, BRAINSTORM, PARAGON, REBELLION und MACBETH zu verortende Mix kommt kompetent und über jeden Zweifel erhaben aus den Boxen und verfügt zudem über reichlich Hooks.

Auch auf Abwechslung wurde Wert gelegt, und das nicht nur was den Härtegrade der Tracks betrifft, sondern auch in Bezug auf die Vortragsgeschwindigkeit, die vom Up-Tempo bis hin zu hymnisch-episch reicht. Passend dazu wirkt auch die dezent verkratzt-raue Stimme von Sebastian Sachse, der eine ebenso solide Vorstellung liefert wie seine Mitstreiter an den Instrumenten.

Um wirklich groß durchzustarten, fehlt es zwar noch an der entsprechenden Anzahl an Hit-Kandidaten, in Summe lässt sich aber auf jeden Fall von einem ordentlichen, soliden Szene-Einstand von IRONBITE sprechen.

Note:
7.00
Redakteur:
Walter Scheurer