bleeding4metal Juli 2017 über Aegror:

Aegror - Dead Mans Diary AEGROR (seit 2009 aktiv) sind im schwarz gefärbten Death Metal zuhause, wo jedoch auch für reichlich Melodie und dem souverän ausgelebten Willen zum Break Platz ist. Auf anregende, aber nie anstrengende Art verstehen es die Jungs, den Hörfluss immer wieder aufzubrechen und neuen Stimmungen Raum zu geben. Seien es melodisch verspielte Soli oder ruppige Dissonanzen, es dauert nie lange, bis AEGROR in die Spur zurückfinden, wo packende Epik auf Brutalo-Blasts prallt. Besonders im letzten Drittel legt Dead Mans Diary in Sachen Abwechslungsreichtum und Atmosphäre noch einmal kräftig zu. Chorgesang und Spoken-words vereinigen sich mit knackigen Melodien und ein bisschen Fuck-off-Haltung bringt man auch rüber. Facettenreich, aber nicht überladen und mit dem richtigen Maß für Harmonien und Dissonanzen, bleibt von Dead Mans Diary ein runder und sehr gelungener Eindruck.

Und das Beste: Fortsetzung folgt, denn AEGROR haben mit Dead Mans Diary das erste von vier Kapiteln geschrieben, in dem sie von einem Mann erzählen, der in den Krieg zieht, Grauenhaftes erlebt und sich in Träume flüchtet, weshalb sich auch immer wieder traumhaft schöne Melodien in den Songs finden, die im Kontrast zu den harten Klängen ganz besonders berühren. Alle Texte sind im Booklet nachzulesen, das mit allerhand Zeichnungen und Bildern anschaulich und lebendig die verschiedenen Stationen des Protagonisten nachzeichnet.

Fazit: So kreativ und vielseitig wie die Nordrhein-Westfalen auf ihrem zweiten Langspieler mit Schwarz- und Todesstahl umgehen, darf man weitere heiße Eisen der Herren erwarten.


Vielen Dank für das zur Verfügung gestellte Digi-Pak.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte von 10
Review von grid vom 03.07.2017